Süßes & Zucker im Ayurveda

Welche Empfehlungen gibt es im Ayurveda, um von übermäßigem Zuckerkonsum loszukommen?

Birgit E.

Erklärung der Ayurveda-Ärztin des Hungers auf etwas Süßes

Normalerweise mögen wir Süßes, wenn wir schnell viel Energie wünschen. Der Zucker gibt uns nämlich genau das: einen sofortigen Energieschub – aber leider auch nur kurzfristig. Süßes nährt uns und macht schnell gute Laune. Aber das Süße macht uns auch nervös und schon bald hungrig. Dann wir wollen etwas „Richtiges“ essen.

Meine Erfahrung als Ayurveda-Ärztin zeigt, dass die verschiedenen Ayurveda-Typen aus unterschiedlichen Gründen zum Zucker greifen. Wenn Sie dem also etwas entgegenwirken wollen, müssen Sie zunächst wissen, welche Doshas bei ihm am stärksten ausgeprägt sind (machen Sie dafür einen Ayurveda-Test!):

  • Ein Pitta-Typ, der „Hitzige“ unter den Ayurveda-Typen, kühlt sich gerne durch Süßes. Also schleckt er auch gerne Eis im Sommer oder greift zu Schokolade.
  • Der Kapha-Typ, der „Behäbige“ und tendenziell auch eher „Füllige“, gönnt sich gerne Nährendes und isst deshalb gerne Süßes. Das lässt ihn sich noch schwerer fühlen lässt, weil die Süße das Erdelement verstärkt. Emotional verstärkt Süßes das Gefühl von Liebe und wenn wir einen emotionalen Mangel verspüren, greifen wir auch bei Übergewicht zu Süßem.
  • Der Vata-Typ, der „Luftige“ und Schlanke unter den Doshas, mag Süßes sehr gerne, denn er möchte sich durch Süßes erden. Zudem bekommt der eher trockene Vata-Typ durch das Süße auch noch Feuchtigkeit, die durch das im Süßen ebenso vorhandene Wasserelement.

Allgemeine Ayurveda-Tipps zum Genuss von Zucker

Warum auch immer Sie Süßes mögen, versuchen sie auf jeden Fall den weißen Zucker zu meiden. Süßen sie mit Vollrohrohrzucker oder Akazienhonig. Wer abnehmen möchte kann zu Stevia greifen, dem „Nullkaloriensüßer“.

Grundsätzlich empfehle ich aber: Finden Sie heraus wo Sie Ihren Mangel haben und beheben Sie diesen auf andere, nachhaltigere Weise. Denn wenn Sie mit sich selbst, mit Körper, Geist und Seele im Einklang sind, verschwinden auch (überhöhte) Bedürfnisse nach Süßem und ähnlichem…

Ich wünsche Ihnen alles Gute!
Ihr Dr. med. Harsha Gramminger

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